kudos for Niklaus Wirth are due

Niklaus Wirth has given his farewell lecture at ETH on Monday, January
18th. He will retire this   spring. The NZZ newspaper has published
 his lecture (Friday, January 29th, 1999) and an
interview with him (Friday, February 5th, 1999).
       ---  http://www.oberon.ch/

the lecture in German is at:
http://archiv.nzz.ch/books/nzzmonat/0/27520446T.html

(you can run it thru http://babelfish.altavista.digital.com/
in pieces for a semblance of a translation)

This isn't the lecture, but if you can read German........

http://archiv.nzz.ch/books/nzzmonat/0/18621652T.html

               Von Pascal zu Lola

 Der Lebensweg eines Informatik-Pioniers

 Nach ber 30j?hriger Lehr- und Forschungst?tigkeit an der ETH
 Zrich tritt Niklaus Wirth in den Ruhestand. Er ist einer der
seltenen
 Computerwissenschafter, die sich sowohl im Bereich der Software als
 auch der Hardware hervorgetan haben.

 Wenn Niklaus Wirth im April dieses Jahres sein 65. Lebensjahr
 vollendet und das von ihm gegrndete ETH-Institut fr
 Computersysteme verl?sst, geht an der Informatikabteilung der Zrcher
 ETH eine Epoche zu Ende. Der in Winterthur geborene Informatiker
 wurde 1968 Professor an der ETH und hat w?hrend der folgenden drei
 Jahrzehnte die Entwicklung seiner Wissenschaft entscheidend
 mitgepr?gt.

 Pr?gende Jahre in Nordamerika

 Wirth hatte 1958 an der ETH sein Diplom als Elektronikingenieur
 erworben. Auf den Rat seines Vaters, der als Geographieprofessor am
 Gymnasium in Winterthur unterrichtete, nahm Wirth das Angebot fr
 einen Auslandaufenthalt als Assistent am Laval College im kanadischen
 Quebec an. Es bot ihm die Gelegenheit, den Grad eines Masters zu
 erwerben. Kollegen ermunterten Wirth, der 1959 geheiratet hatte, sein
 Studium mit einem Doktorat fortzusetzen. So zog er von Kanada nach
 Kalifornien, um in Berkeley zu promovieren. Als Arbeitsgebiet hatte
er
 Computerbau gew?hlt, kam aber umst?ndehalber zu dem, was man
 heute als Software Engineering bezeichnen wrde. 1963 erhielt er fr
 seine Arbeit ber eine verallgemeinerte Form der Programmiersprache
 Algol den Doktorhut. Im gleichen Jahr bekam er das Angebot, als
 Assistant Professor in das neu gegrndete Department of Computer
 Science der Universit?t Stanford in Palo Alto einzutreten.

 Als ihn 1967 der Ruf aus Zrich erreichte, war die Informatik in der
 Schweiz nach ihrer frhen Blte in den fnfziger Jahren am
ETH-Institut
 fr angewandte Mathematik ins akademische Abseits geraten. Trotzdem
 entschloss sich Wirth, mit seiner Familie wieder in die Heimat
 zurckzukehren. Er erhielt eine Assistenzprofessur an der Universit?t
 Zrich und wurde ein Jahr sp?ter Professor an der ETH.

 Die Maus kommt in die Schweiz

 Weltruhm erlangte Wirth in den siebziger Jahren mit Pascal, einer
 Programmiersprache, die nicht zuletzt fr die Bedrfnisse des
 Unterrichts geschaffen wurde und die bald rund um die Welt fr die
 unterschiedlichsten Betriebssysteme auf zahlreichen
 Computer-Plattformen implementiert wurde. Der Mangel an geeigneten
 Lehrmitteln veranlasste den ETH-Professor, selbst fr Abhilfe zu
sorgen,
 und so erschien 1972 sein Buch ?Systematisches Programmieren?. Drei
 Jahre sp?ter ver?ffentlichte er das zum Klassiker gewordene Werk
 ?Algorithms + Data Structures = Programs?, das ins Deutsche und
 danach in mehrere weitere Sprachen bersetzt wurde. Bis heute
 umfasst die Liste seiner Publikationen neun Bcher und Dutzende von
 Aufs?tzen.

 1976/77 verbrachte Wirth einen Studienaufenthalt im Palo Alto
 Research Center (Parc) von Xerox. Dort sah er einen Computer namens
 Alto, die erste Arbeitsstation mit graphischer Benutzeroberfl?che und
 einer Maus als Eingabe-Instrument. Wirth erkannte das Potential
dieser
 bahnbrechenden Entwicklungen und entschloss sich, an der ETH mit
 seinen Mitarbeitern selbst eine solche Arbeitsstation zu bauen, die
bei
 vergleichbarer Qualit?t aber nur einen Bruchteil des exorbitant
teuren
 Alto-Computers kosten sollte. Das Projekt fhrte ihn zur Entwicklung
 der Programmiersprache Modula-2 und gipfelte 1979 in der Vorstellung
 der Lilith-Arbeitsstation. Obwohl der Lilith-Rechner seiner Zeit um
 etliche Jahre voraus und schon im Kleinserienbau fr damalige
 Verh?ltnisse sehr kostengnstig war, zerschlugen sich die Bemhungen
 zur Kommerzialisierung dieser Entwicklung.

 Projekt Oberon

 1986 kam Niklaus Wirth erneut zu Besuch ins
 Xerox-Forschungszentrum, diesmal in Begleitung seines Zrcher
 Kollegen Jrg Gutknecht. Stimuliert von der innovationstr?chtigen
 Umgebung des Forschungszentrums, beschlossen die beiden
 Professoren, ein dem Stand der Technik entsprechendes Betriebssystem
 fr Arbeitsstationen zu schaffen. Ihr Projekt erlangte unter dem
Namen
 Oberon, der sowohl ein Betriebssystem als auch eine
 Programmiersprache bezeichnet, Bekanntheit. In jngster
 Vergangenheit hat sich Wirth einem Forschungsgebiet an der Grenze
 zwischen Hardware und Software zugewandt und an Entwicklungen mit
 programmierbaren Halbleiterbausteinen gearbeitet. Dies fhrte 1990
 zum Cham?leon-Rechner, einem Computer, der sich innert Millisekunden
 seinen jeweiligen Aufgaben entsprechend umkonfigurieren kann. 1991
 publizierte er die im Zuge dieser Arbeiten geschaffene Sprache Lola
 (Logical Language) zur Hardware- Beschreibung.

 Bereits im Jahr 1978 erhielt Niklaus Wirth den ersten von heute
 sieben Ehrendoktortiteln, darunter auch einen der ETH Lausanne. Neben
 weiteren Auszeichnungen wurde ihm 1984 von der ACM (Association for
 Computer Machinery) mit dem Turing Award der prestigetr?chtigste
 Preis der Informatik verliehen. 1996 zeichnete ihn der deutsche
 Bundespr?sident Roman Herzog mit dem Orden ?Pour le mrite? aus.